Rezension: Rat der Neun – Hörbuch


Hörbücher sind für mich immer ein besonderer Ausgleich zum Alltag. Ich liege oft auf dem Sofa, und lausche spannenden Geschichten. „Rat der Neun“ ist das neue Buch von Veronica Roth nach der Divergent-Reihe, und ich musste es unbedingt hören.
Auch müssen mich Hörbücher wirklich mitreißen, ansonsten drifte ich schnell ab, und das Geschehen wird von mir nur noch als Hintergrundgeräusch wahr genommen.
Das ist leider auch hier passiert. Trotz der unglaublich komplexen und fantastischen Idee der Autorin, die ich schon nach den ersten Minuten erkannt hatte, war die Umsetzung nicht nach meinem Geschmack. Ich habe für dieses Hörbuch sehr lange gebraucht, denn ich hatte es sehr oft auf die Seite gelegt.

Kurz zum Inhalt:

Von der Autorin des Weltbestsellers „Die Bestimmung“

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Gabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Gabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in Ryzeks Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …

Gelesen von Laura Maire und Shenja Lacher.

(2 MP3-CDs, Laufzeit: 16h 4)

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherDie Idee der Geschichte fand ich fantastisch. Die Autorin erklärt die Welt schon in den ersten Kapiteln und ich musste genau zuhören.
Wir befinden uns auf einen anderen Planeten und es wird schnell klar, dass es noch viele andere gibt. Und alles ist verbunden durch dem Strom. Darunter versteht man das Leben an sich. Die Energie die alles durchzieht. Die Idee ist sehr Science Fiction reich und die Autorin verbindet das mit spirituellen Dingen der Erde. Es gibt ein Orakel, es gibt Schicksale und mit Kräutern kann man vieles machen. Diese beiden unterschiedlichen Welten sind hier eins, und ich fand es sehr gut umgesetzt. Auch das diese Lebensenergie so bildlich dargestellt wird fand ich sehr stimmig.
Dazu kommt natürlich noch der Kampf zwischen den Völkern.

Hierfür gibt es einen ganzen Weltentaucher.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Und da hat es leider gefehlt. Die Geschichte war grundsätzlich sehr komplex und durchdacht, die Umsetzung war aber sehr seicht. Die Autorin hat sich eben genau mit dieser Komplexität selbst ein Bein gestellt. Am Anfang waren so viele Türen offen, es hätte sich so viel entwickeln können, und die Autorin hat sich für die einfachste Variante entschieden. Die Handlung war vorhersehbar, keine erstaunlichen Wendungen, sondern ziemlich langatmig. Die Welt, anfangs so komplex, wurde dann irgendwie aus den Augen verloren und es spielte sich alles in einem kleinen Kreis ab. Das fand ich wirklich sehr schade.

Der Einstieg fiel mir gar nicht so leicht, da die ganze Welt, der Grundbauplan, gleich in die ersten Kapitel gequetscht wurde. Dadurch musste ich sehr aufmerksam zuhören, um ja nichts zu verpassen, was nachher wichtig sein wird. Im Nachhinein wäre es angenehm gewesen, wenn sie es aufgeteilt hätte, vor allem weil nachher alles sehr langatmig und langweilig war.

 

3. Kriterium: Die Charaktere.

Akos und Cyra, zwei Kinder aus unterschiedlichen Verhältnissen, die sich unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese Idee gefiel mir, denn so konnte man beide Ansichten gut nachvollziehen. Aber trotzdem konnte ich mich mit den beiden nicht anfreunden. Vor allem nicht mit Akos. Er war mir für diese Geschichte einfach zu jung.
Wahrscheinlich lag es auch an meinen Erwartungen, die ich nach der „Die Bestimmung“- Trilogie hatte. Dort gab es tolle Charaktere, mit denen ich mitfühlen konnte und die ich wirklich lieb gewonnen hatte. Das gab es leider in diesem Buch bzw. Hörbuch nicht. Vielleicht lag es auch daran, dass ich es hörte, anstatt las. Das kann ich leider nicht sagen, aber mir fehlte einfach der Draht zu den Charakteren.

 

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 
halber Weltentaucher

Anfangs ja, aber dann eben nicht mehr. Es hat sich alles gezogen, und die typische Schreibweise der Autorin fehlte mir hier. Ich habe „Die Bestimmung“ auch als Hörbuch angehört, und da klang alles sehr rund und stimmig. Hier wirkte alles irgendwie verdreht. Schwer zu beschreiben. Mir hat da der Spannungsbogen einfach gefehlt und gewisse Teile waren mir zu schnell und dann wieder zu langsam. Herje, ich bin da wirklich kleinlich fällt mir auf.

 

5. Kriterium: Die Sprecher.
Weltentaucher

Ich fand die Stimmen der beiden Sprecher sehr angenehm. Akos wurde von einem Mann und Cyra von einer Frau gesprochen. Ich finde das immer toll, wenn das so gemacht wird. Das lässt das ganze viel hochwertiger wirken. Sie haben auch die Gefühle der Charaktere gut rüber gebracht.

 

 

 

WeltentaucherWeltentaucherhalber Weltentaucher

 

 

 

 

Das Hörbuch bekommt von mir genau die Hälfte der 5 Weltentaucher. Die Sprecher und die Aufmachung des Hörbuchs haben mir sehr gut gefallen und ich habe es gerne in meinem Regal stehen. Die Abzüge gab es leider wegen der Enttäuschung, was den Verlauf der Geschichte betrifft. Ich hätte mir so viel mehr erwartet…

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10 Kommentare zu „Rezension: Rat der Neun – Hörbuch

  1. Ich habe das Buch hier liegen und ich muss auch sagen, es konnte mich nicht überzeugen. Ungefähr 1/3 habe ich geschafft. Lust weiter zu lesen habe ich bis jetzt nicht. Wirklich schade, weil die Idee wie du schon sagtest echt gut ist.
    LG💕

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    1. Gut, das du das erwähnst, das habe ich in meiner Rezension komplett vergessen! Ich gebe dir vollkommen Recht! Die Namen wirken irgendwie erzwungen eben wie du sagst mit viel Y und Z. Mir hat das gar nicht gefallen und ich fand die Namen auch nicht wirklich schön…sie ließen sich auch nicht wirklich „im Kopf“ aussprechen, weißt du was ich meine. Ich stockte immer beim lesen…

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      1. Genau! Es wäre nicht schlimm gewesen, wenn hier und da exotischere Namen vorgekommen wären aber das war echt zu viel. Als hätte die Autorin Namen gewürfelt.
        Auf der anderen Seite will ich das auch nicht zu schlecht reden. Vielleicht wollte die Autorin das genau so und dann ist es gut so wie es ist ^^

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    1. Wirklich schwer zu sagen. Ich hätte mich sicher besser zurechtgefunden wie beim Hörbuch, einfach weil man die Seiten vor sich hat und sich besser darauf konzentrieren kann wie bei einem Hörbuch. Aber ich glaube, die Geschichte hätte mir dann trotzdem noch nicht zu gesagt und ich hätte es immer noch verwirrend gefunden…

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