Rezension: Stunde Null – Der erste Kontakt


Stellt euch vor, dass die Erde gespalten ist. Noch mehr als jetzt. Zwei Zonen, die eine legt Wert auf materielle Dinge, auf Wissen und Geld. Die Menschen in der anderen Zone glauben an das „Geistige“. Religion spielt hier eine sehr große Rolle. Verrückt oder? Und mitten durch den Erdball verläuft noch das sogenannte Niemandsland. Und natürlich geht es oft nicht mit rechten Dingen zu. Zwillinge mit einer besonderen Aufgabe, und ein Vater der sich endlich wieder erinnern kann.

Das Buch auf Amazon:

sgtundenull

 

Kurz zum Inhalt:

Die Welt 2045 Die Welt ist tief gespalten, in den Fragen der Religion, Ethik und Machtansprüchen. Zwei Zonen mit jeweils zwei Regierungen, durchziehen seit 2020 die Erde. Dazwischen liegt das Niemandsland. Was den Mächtigen verborgen bleibt, ist eine kleine Gruppe Menschen dort, die eine besondere Art des Lebens gewählt hat. Die natürliche Gelassenheit. Die beiden Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, aus der der Materiellen Zone, bringen den Erstkontakt und eröffnen somit den Weg für eine besondere Mission: Die Stunde Null

1.Kriterium: Die Idee des Buches.
Weltentaucher
Ich finde die Idee der Autorin wirklich sehr interessant, weil es ja auch im echten Leben oft so läuft. Wir hier in Europa sind eher materiell orientiert. Eine Gesellschaft des Konsums, genauso in Amerika. Die Autorin erwähnt auch die arabischen Länder und ihre Beziehung zur Religion. Das ist das die Geistige Zone. Ich habe beim lesen schnell gemerkt, dass die Autorin viel aus der jetzigen Situation ableitet und den Weg den wir Menschen einschlagen könnten, drastisch verdeutlicht durch ihre Trennung in Zonen.

Während das ganze passiert, gibt es auch einige Protagonisten, die die Story zum Laufen bringen. Es gibt eine Prophezeiung und eine Familiengeschichte mit dem Ziel, die Welt wieder zu vereinen.

Ich war von der Idee schnell angetan und vergebe hier deswegen einen ganzen Weltentaucher.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

halber Weltentaucher

Das Buch beginnt mit dem Flugzeugabsturz, der schon im Klappentext erwähnt wird. Es werden die Eltern der Zwillinge vorgestellt, von denen das Buch handelt, und es dauert auch etwas, bis die Zwillinge dann wirklich zum Zug kommen. Die Hälfte des Buches ist die Vorgeschichte, gepaart mit vielen Informationen über verschiedene Personen, über die Regierungen und über das geheimnisvolle Niemandsland. Ich fand, dass dieser Teil sehr sprunghaft war. Es passiert in der einen Hinsicht wenig, weil die Erklärung der Welt, die Erklärung der jetzige Situationen in gewissen Zonen und der einzelnen Personen lange braucht. Auf der anderen Seite ist finde ich zu viel passiert. Das Geschehen wurde sehr zusammengekürzt, was ich auch verstehen kann, denn das Hauptaugenmerk der Autorin ist meiner Meinung nach nicht auf die Vergangenheit gerichtet, sondern auf die Zeit, wo die Zwillinge geboren werden und danach (beginnt circa ab der Hälfte des Buches). Aber trotzdem hat es mir hier an Gefühlen gefehlt und es war zu viel „Aufzählung“ von Geschehnissen. Deswegen kam es mir in diesem Teil oft sehr sprunghaft vor, denn die Autorin versuchte so viele Infos wie möglich in die Geschichte einzubauen. Ich musste mich auf jeden Fall konzentrieren, um bei der Sache zu bleiben, was auch an den vielen Personen liegt die auftreten.

Dann beginnt die Geschichte mit den Zwillingen und mit ihnen nimmt die Story richtig Fahrt auf. Die Autorin beschäftigt sich mit gut und böse und versucht das in vielen Beispielen zu erklären. Das hat mir sehr gefallen! Jetzt hat der Leser immer diese Prophezeiung im Kopf, die die Welt verändern wird, was ich sehr spannend fand. Trotzdem war es mir auch hier wieder zu sprunghaft. Viele Personen, über die an anderen Orten berichtet wird, und die Zeit vergeht auch ziemlich schnell. Oft Jahre über ein paar Seiten. Ich hätte mir in dieser Hinsicht mehr Genauigkeit gewünscht, denn die Zwillinge hätten so mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Hier vergebe ich einen halben Weltentaucher.

 

3. Kriterium: Die Charaktere.

halber WeltentaucherIm Buch kommen, wie schon erwähnt, sehr viele Personen vor. Viele aus der Regierung die namentlich genannt und kurz vorgestellt werden und was sie getan haben.

Dann gibt es die Hauptpersonen. Da hätten wir Richard und Jane, sowie die Zwillinge Viva und Sila. Mir gefielen die vier sehr gut, jedoch hat es mir doch an Gefühlen gefehlt. Beispielsweise von Richard und Jane. Es ist alles sehr sachlich beschrieben worden, sodass ich zu den beiden leider keine Beziehung aufbauen konnte, obwohl sie sehr oft in der Geschichte vorkommen.

Jetzt zu den Zwillingen. Zu Viva konnte ich die beste Beziehung im Buch aufbauen. Sie ist ein Mädchen und macht einige Dinge, die ihren Charakter kennzeichnen. Das gefiel mir sehr gut.

Ich vergebe hier auch einen halben Weltentaucher.

 

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 
Weltentaucher

Grundsätzlich fand ich das Buch spannend, trotz der sehr sachlichen Erzählweise. Die Konflikte zwischen den Zonen wurden schön beschrieben. Vergebe deswegen hier auch einen ganzen Weltentaucher.

 

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.
Weltentaucher
Ich finde die Idee und auch die Satzbildung der Autorin sehr schön und angenehm zu lesen. Das Buch lässt sich auch an sich sehr schnell lesen, wenn man sich auf die verschiedenen Personen konzentriert. ;) Die sachliche Schreibweise passt zu dieser Art von Buch auch sehr gut, und man kann sich schnell auf die neue Zukunft einlassen. Auch verstehe ich, den großen Hintergrundgedanken der die Geschichte vorantreibt. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe mit dem Bau ihrer Zukunft im Buch gegeben und sich Gedanken über die Fehler von uns Menschen gemacht. Über gut und böse, über die Konsumgesellschaft, über das Verhalten von Personen, die mit sich selbst im Reinen sind. Im Niemandsland kann sich der Leser auf das Freiheitsgefühl, das dort herrscht, einlassen und man fühlt den Druck der in den einzelnen Zonen entsteht. Im Nachhinein finde ich den Schreibstil sehr passend! Ich musste mich jedoch erst daran gewöhnen, weil ich eine andere Erzählweise erwartet hatte.

Ich vergebe hier einen Weltentaucher, weil es mir sehr gefallen hat. Möchte aber sagen, dass es mir trotzdem zu sprunghaft war. Das Buch hätte gerne länger sein können. ;)

 

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Das Buch bekommt von mir vier von fünf Weltentaucher. Es ist eine sehr genau aufgebaute Zukunft, die auf der einen Seite radikal skurril ist, auf der anderen Seite aber gar nicht weit hergeholt. Die Autorin vermittelt das Gefühl von Freiheit, Liebe in der Familie, Vorurteilen etc. in diesem Buch. Werft mal einen Blick darauf! Teil zwei ist auch schon zu haben.

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