Rezension: So macht es das Krokodil


Ich musste dieses Buch einfach lesen! Es zeigt die Veränderung von Paarungsverhalten im Laufe der Evolution von den kleinsten Lebewesen, bis hin zu den größeren. Es zeigt sehr detailliert, wie die Fortpflanzungsrituale ablaufen und das auf eine so spannende Art, dass man einfach erstaunt aufatmen muss. Außerdem liebe ich den Humor der Autorin. Sie schafft es, dieses Thema so skurril darzustellen, dass ich oft laut auflachen muss.

Und eins ist klar: mir war nicht bewusst, welche Eigenarten es gibt!

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Kurz zum Inhalt:

Die Fortpflanzung ist die entscheidende Triebfeder der Evolution. Lisa Signorile führt uns anhand ebenso amüsanter wie teils höchst skurriler Beispiele aus den fünf wichtigsten Wirbeltiergruppen systematisch und in unverkrampftem Ton durch die verschiedenen Teilgebiete der Fortpflanzungsbiologie. Welche Fantasien haben Knochenfische? Sind Haie Exhibitionisten? Sind Krokodile tatsächlich Erektionskünstler? In diesem Buch lernen wir wirklich alles über das Sexualleben der Tiere – vom Balzverhalten über die Kopulation, die Anatomie der Geschlechtsorgane und die Brutpflege, bis hin zu Selbstbefriedigung und Homosexualität im Tierreich.

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherDie Autorin ist eine Biologin, und sie geht deswegen auch sehr wissenschaftlich an das Thema heran, lockert es aber mit ihren spielerischen Schreibstil auf. Sie erklärt die spannendsten und merkwürdigsten Fortpflanzungweisen der Tierwelt, erwähnt dabei das Neunauge am Anfang, bis hin Schildkröten etc. Sie pikt sich die einzigartigsten Rituale heraus, spricht über Homosexualität im Tierreich und macht auch öfters Vergleiche mit dem Menschen, was das Buch sehr unterhaltsam macht.

Das Buch ist eine wunderbare Sammlung und bekommt von mir für diese schöne Idee einen ganzen Weltentaucher.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.
Weltentaucher

Das Buch ist überschaubar aufgebaut und die einzelnen Tiere sind nicht durcheinander gewürfelt. Als Leser macht man eine kleine Reise von den primitiveren Tieren, über die Reptilien und den Säugetieren. Dementsprechend wird das Paarungsverhalten auch immer interessanter.

Zwischendurch findet man immer ein paar Schwarzweiß-Bilder, die die gerade besprochene Art oder Gruppe zeigt. Ich finde diese sehr schön (hin und wieder sind es auch Zeichnungen), und sie lockern das Thema auch auf.

Auch hier gibt es einen ganzen Weltentaucher.

 

3. Kriterium: Wissenschaft?

WeltentaucherIch muss sagen, dass ich von diesem Aspekt des Buches wirklich wahnsinnig überrascht und glücklich darüber war! Das Buch war sehr wissenschaftlich geschrieben und als Biologie Studentin ist man hier sehr gut aufgehoben. Sie verwendet sehr viele Fachwörter, und oft werden diese gar nicht erklärt. Wenn sie erklärt werden, dann auch eher mit Fachbegriffen und oft auch sehr kompliziert. Die Begriffe werden auch nur einmal erklärt und man sollte sich ihn dann auch merken, denn das Zurückblättern und googeln ist doch nervig.

Ich sag mal so: ich fand es fantastisch, dass es so wissenschaftlich geschrieben wurde und ich habe auch nützliche Begriffe für mein Studium gelernt. Andere, die in diesen Bereich kein Vorwissen haben, werden sich ehrlich gesagt schwer tun. Außer man ist motiviert dazu, zu googeln und sich einzulesen. Die Witze der Autorin sind auch sehr biologischen und auch nur mit ein bisschen Wissen über Zellbiologie zu verstehen.

Dieser Aspekt sollte vorher beachtet werden. Es ist halt doch nicht nur eine Sammlung skurriler Fortpflanzungen.

 

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 
Weltentaucher

Also mich hat’s absolut gefesselt!

 

 

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.
Weltentaucher

Wie oben schon erwähnt liebe ich den Humor der Autorin. Sie schafft es, die eigenartigsten Sachen einfach soooo lustig darzustellen, dass man einfach lachen muss. Wenn sie das Sexualverhalten von Neunaugen mit dem der Menschen vergleicht, gibt’s kein Halten mehr.

 

 

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Ich habe mit diesem Buch einen absoluten Volltreffer erzielt. Ich empfehle aber jedem dem das Buch interessiert, die ersten Seiten durchzulesen, denn ansonsten seit ihr vielleicht enttäuscht, weil es dann doch sehr fachlich zur Sache geht. Ja das war eindeutig zweideutig. ;)

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Ein Kommentar zu „Rezension: So macht es das Krokodil

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