Rezension: Die letzten Tage der Nacht


Früher war es in der Nacht noch dunkel. Kerzen waren die einzige Möglichkeit den Tag noch länger genießen zu können. Für uns heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellbar. Die Elektrizität bzw. die Glühbirne hat alles verändert. Die Nacht wird zum Tag und auch umgekehrt. Die Glühbirne ist etwas, was uns gar nicht mehr auffällt. Wir haben sehr viele von ihnen, aber wir wissen sie eigentlich nicht mehr zu schätzen. Elektrisches Licht ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Deswegen kennen glaube ich auch sehr wenige die wahre Geschichte hinter dieser Erfindung. Sie lief nicht so reibungslos wie man vielleicht denken mag. Der Autor Graham Moore hat viele Aufzeichnungen hergenommen und ein Buch auf wahren Begebenheiten geschrieben. Zusätzlich hat er noch ein paar erfundene Dinge bzw Halbwahrheiten eingefügt und entstanden ist das Buch “ Die letzten Tage der Nacht“.

 

Kurz zum Inhalt:

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?

Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf deutsch!

Graham Moore, der für sein Drehbuch für den Film „Imitation Game“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist mit „Die letzten Tage der Nacht“ ein packender historischer Roman gelungen, der auf wahren Ereignissen beruht.

 

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherDas Buch ist mir sofort ins Auge gestochen: dieses wunderschöne Cover das schon so viel verspricht. Außerdem ist es ein Thema, über das ich nie wirklich nachgedacht habe, sich aber rausgestellt hat, dass es mich sehr interessiert. Damalige Wissenschaftler hatten es nicht leicht. Ich sag mal so: Einstein kennt ja jeder. Wir wissen wie er aussieht und was er ungefähr hervorgebracht hat. Wenigere wissen, dass Edison die Glühbirne erfunden hat und sich damals mit einigen anderen Personen wild gestritten hat. Ich hab mich sofort gefragt, warum wissen wir eigentlich so wenig über seine Geschichte. Warum lernt man nicht in der Schule, was für eine Erfindung sich dahinter verbirgt? Es ist mega spannend, denn wie wir wissen sind Wissenschaftler oft ein eigenes Völkchen. Und dieses Buch bringt es nur zu gut auf den Punkt, wie die Wissenschaftler damals getickt haben.

Die Idee, Edisons Geschichte aus der Form des Anwalts Paul zu erzählen finde ich deswegen auch großartig. So sieht man von außen, wie ihn andere Leute gesehen habe. Auch lernt man in diesem Buch sehr viel, auch wenn es nur wenige Fakten sind.

Für die Idee bekommt das Buch einen ganzen Weltentaucher. Sowas hat in den Bücherregalen von uns allen noch gefehlt!

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.
Weltentaucher

Die Geschichte wird aus der Sicht von Paul erzählt, der Anwalt der zwischen den verrückten Wissenschaftlern steht. Man blickt in seine Gedanken, lernt durch ihm neues kennen und kann sich auch einer kleinen Liebesgeschichte hingeben. Das Buch ist aber trotz des schon recht wissenschaftlichen Themas nicht kompliziert aufgebaut. Die Geschichte geht dahin und jeder von uns versteht die Dinge die geschrieben stehen, finde ich. Es war nicht so kompliziert und wenn mal gefachsimpelt wurde, ergab trotzdem alles einen Sinn.

 

3. Kriterium: Die Charaktere.
Weltentaucher

Ich fand Paul, also eigentlich die Hauptperson sofort sympathisch. Er ist weder abgehoben noch arrogant, sondern ein ganz normaler Anwalt der fast mit beiden Beinen im Leben steht. Er ist mutig und versucht das beste aus der Situation herauszuholen. Sehr schön zu beobachten fand ich die Konflikte die sich zwischen ihn und anderen Personen ergaben. Wenn er mit Edison sprach oder wenn auch mal Tesla dazukam. Paul hat finde ich eine besondere Art, sodass man ihn einfach mögen muss.

Im Hinterkopf hatte ich immer, dass das Buch auch verfilmt wird. In der Hauptrolle steht Eddie Redmayne. Er verkörpert Paul und ich finde, dass es keinen besseren Schauspieler für diese Rolle gibt. Wenn ich las, hatte ich Eddie genau vor Augen. Diese leichte Unsicherheit die ich auch bei Paul beobachtete. Also perfekte Wahl!

Jetzt möchte ich auch noch auf die Wissenschaftler eingehen. Da gab es ja dann doch einige. Interessant waren die versteckten Geheimnisse denen man als Leser nach und nach auf die Spur kam und der für mich vorher recht bemerkenswerte Edison wurde in ein anderes Licht getaucht…

Ich fand die Charaktere sehr realistisch dargestellt und ich konnte mir vorstellen, dass alles genau so passiert ist, obwohl ich wusste das bestimmte Teile nur erfunden waren. Es wirkte sehr authentisch und glaubwürdig.

 

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 
Weltentaucher

Ich finde, dass es anfangs etwas gedauert hat, bis ich richtig in die Geschichte reingefunden habe. Der Schreibstil war dann doch etwas anspruchsvoller als gedacht und es wird viel Information in die Seiten gelegt. Die Geschichte nahm dann langsam Fahrt auf und es hat mich dann nach den ersten 50 Seiten auch endlich richtig gepackt. Man verfolgt diesen Prozess, die Geheimnisse die Konflikte etc. Das alles macht das Buch fesselnd.

 

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.
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Wie schon erwähnt fand ich es anfangs etwas schwierig mich mit dem Schreibstil auseinander zu setzten. Es wird zwar die Geschichte doch sehr einfach erzählt, trotzdem war es ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

 

 

 

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Das Buch hat die volle Punktezahl verdient, denn das Finale und die Aufdeckung der Geheimnisse hat mich dann zum Schluss noch einmal ordentlich gepackt. Ein Buch für Jedermann das wirklich Spaß gemacht hat und es sind auch einige wichtige Fakten hängen geblieben. Ich kann es sehr empfehlen!

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