Rezension: Schwanentod


Ich habe noch nie einen Jugendthriller gelesen und war deswegen umso neugieriger. Ich war wirklich überrascht, wie gut die Autorin die Handlung umsetzt und auch etwas brutaler vorgeht als ich erwatet habe. Es wird nicht extra ein Blatt vor den Mund genommen, sondern sie sagt wie es ist. Natürlich in einen gewissen Rahmen. Dem Mörder auf der Spur…

schwan.jpgAutorin: Corina Bomann
Originaltitel: Schwanentod
Verlag: Coppenrath
Seitenanzahl: 368
Preis Gebunden: 14,95€

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Vielen Dank an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar! <3

 

 

Kurz zum Inhalt:

Ein grausiger Fund erschüttert das Leben auf der beschaulichen Urlaubsinsel Rügen: Die aufstrebende Ballerina Sandrine treibt in einem Schwimmbecken – tot, mit abgeschnittenen Füßen und umgeben von weißen Schwanenfedern. Die 17-jährige Clara liest in der Lokalzeitung von dem Mord. Als sie kurze Zeit später eine bedrohliche anonyme SMS erhält, wird ihr klar, dass es jemand auch auf sie abgesehen hat. Etwa Sandrines Killer? Was plant er als Nächstes? Clara beginnt zu recherchieren und schaut hinter die Fassade der Ballettwelt, in der ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Dabei ahnt sie nicht, dass ein Spiel begonnen hat, bei dem nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Freunde in tödlicher Gefahr ist.

 

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherEs geht um Ballett. Damit kann ich eigentlich gar nichts anfangen, bis auf das, dass ich den Film „Black Swan“ gesehen habe. Und man muss sich auch gar nicht damit auskennen. Es spielt zwar in dieser Welt, der Leser wird aber sehr sanft dorthin geführt und es kommen keine Fachbegriffe oder so vor. Dann dieser mysteriöse Tod. Er ist grausam und die Leiche ist teilweise zerstückelt und entstellt. Durch die bildliche Sprache der Autorin wirkt alles sehr real und wie zum anfassen. Ich wollte unbedingt wissen, wer der Mörder ist und welche Geschichte da dahintersteckt.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.
WeltentaucherIch habe erst nachdem ich dieses Buch gelesen hatte erfahren, dass es bereits einen ersten Teil gibt. Es ist also überhaupt kein Problem, erst hier einzusteigen.

Das Buch ist ein wirklich guter Thriller, man darf aber trotzdem nicht vergessen, dass es für Jugendliche geschrieben wurde. Es ist sanfter, und nicht gar so bedrohlich wie viele Thriller für Erwachsene. Ich lese meistens richtig arge, und war hiervon richtig angenehm überrascht. Es ist nicht immer viel Blut notwendig, um den richtigen Gruseleffekt hinzubekommen. Man muss also nicht in dem Alter 14-17 sein, um das Buch zu mögen. Erwachsene die jedoch sehr hohe Ansprüche haben und gerne richtig komplizierte Thriller lesen, ist hier jedoch falsch. Für mich war es eine angenehme Abwechslung! Die Autorin hat die Handlung schön aufgebaut und es gibt einige Rückblenden, die die Geschichte teils komplizierter und teils verständlicher gemacht haben.  Das Buch war auch sehr rätselhaft aufgebaut und ich hatte keine Ahnung, wie es ausgehen würde.

 

3. Kriterium: Die Charaktere.

WeltentaucherDie Charaktere finde ich sehr treffend gewählt, denn zum Beispiel Clara wirkt wirklich wie eine 17 Jährige. Oft wirken Jugendliche in Büchern älter, sowie auch jünger. Hier hat sich die Autorin jedoch viel Mühe gegeben und ihr Alter hervorragend getroffen. Eine gewissen Naivität sowie Klugheit bringt Clara mit, was sie sehr real wirken lässt.

 

 

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 
WeltentaucherDie Autorin hat das Buch noch spannender gemacht, indem sie Kapitel aus der Sicht des Mörders geschrieben hat. Man kann sich in seine Situation hineinfühlen und alles aus seiner Sicht betrachten. Das war teilweise auch sehr gruselig und erschreckend. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder ist, was ich extra nochmals erwähnen muss! Das Buch ist gar nicht vorhersehbar und wenn, brachte es mich nur auf die falsche Fährte.

 

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.

WeltentaucherMir gefiel die Art, wie das Buch geschrieben ist, sehr gut. Die Autorin versteht sich darin Spannung aufzubauen und den Leser in das Buch hineinzuziehen. Die Gespräche unter den Charakteren sind realistisch und nachvollziehbar. Wie halt Jugendliche in diesem Alter sprechen. Es ließ sich ein guter Lesefluss aufbauen, und die Sätze sind sehr hochwertig.

 

 

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Ich fand das Buch wirklich sehr gut und es hat alle Punkte verdient! Es ist ein Buch für Jugendliche, dass sollte hier nicht vergessen werden, obwohl Erwachsene es genauso lesen können. Ich kann es wirklich sehr empfehlen.

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3 Kommentare zu „Rezension: Schwanentod

  1. Huhu,

    Du betonst das mit dem Jugendbuch so besonders in Deiner Meinungsbildung zum Roman. Deshalb möchte ich da gerne mal nachhacken….Vorteil oder Nachteil für eher erwachsene Leser…..

    LG..Karin…

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Karin,
      ich hab es nicht als Nachteil empfunden, weil ich an sich gerne Jugendbücher lese. Jemand der wirklich nur total ausgefeilte Thriller liest, wird mit diesem hier jedoch nichts anfangen können.
      Erwachsenen wird es nur gefallen, wenn sie Jugendbücher mögen. Die Sprache ist da halt sehr angepasst.

      Konnte ich dir helfen?

      LG
      Julia

      Gefällt mir

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