Rezension: Geliebter Samurai


Wie würdest du reagieren, wenn du (29) deinen Seelenverwandten triffst, dieser aber viel jünger ist. Ja sogar Minderjährig. Was wäre, wenn ihr vor einer Ewigkeit, in einem früheren Leben, ein Paar wart, und euch noch gemeinsame Feinde verfolgen. Ist die Liebe immer noch vorhanden? Ist da immer noch eine gewisse Anziehung die dich durcheinander bringen würde? Das Alter ist ein großes Problem, aber Liebe kennt ja bekanntlich keine Grenzen. ;)


 

Autor: An Lin

Originaltitel: Geliebter Samurai – Yuna und Yoshi 1
Seitenanzahl: 276

Preis E-Book: 2,99€

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

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Vielen Dank an die liebe An Lin für das Rezensionsexemplar!

 

 

Kurz zum Inhalt:

Ein 17-jähriger Schüler und eine 29-jährige Geschäftsfrau – kann das gutgehen?

Im 12. Jahrhundert haben sie sich heimlich geliebt: Prinzessin Yuna und der Samurai Yoshi. Doch als sie in unserer Zeit für eine zweite Chance wiedergeboren werden, schlagen ihre Herzen für unterschiedliche Welten: Yuna ist eine tüchtige Geschäftsfrau, und Yoshi zockt lieber Computerspiele, statt für die Schule zu lernen. Erst durch Mura, einen alten Widersacher der kaiserlichen Familie, kreuzen sich ihre Wege wieder. Im Kampf um Leben und Tod entfacht das Feuer zwischen Yoshi und Yuna neu. Da entscheidet sich der Samurai in Yoshi erneut für den Ehrentod, um Yuna zu retten… Ist ihre Liebe für immer verloren?

 

1. Kriterium: Die Idee des Buches.

Weltentaucher
Mir gefällt die Idee richtig gut, vor allem mit dem geschichtlichen Hintergrund. Sie war eine Prinzessin er ihr Samurai. Ich finde ja die Kultur dort wahnsinnig spannend und ich freute mich, dass die Autorin auch darauf eingegangen ist. Man erfährt ein bisschen über diese Zeit der Samurai, vor allem über ihre Ehre. Sehr gefiel mir, dass die Autorin die Feinde mit in die jetzige Zeit kommen ließ. Wiedergeborene die ihren Befehlen nachkommen wollen, sich aber im Körper eines ganz anderen befinden.

Wiedergeburt ist ja ein Thema, das ich sehr spannend finde, denn irgendwie glaube ich auch selbst daran. Das man sich ans vorherige Leben erinnern kann eröffnet einem ein ganz neues Blickfeld.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.


halber WeltentaucherDie Geschichte war teilweise sehr gut aufgebaut und teilweise auch nicht so gut. Der Anfang war fantastisch und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wie sie ihn kennenlernte und sie diese Anziehungskraft
gespürt hat. Dann ging das ganze jedoch ziemlich schnell dahin und ich konnte Handlungen oft nicht nachvollziehen. Yuna wird in ihrer Wohnung angegriffen und geht deswegen wieder zu Yoshi zurück. Verständlich, denn sie kennt ihn ja aus ihren Träumen. Aber dann beginnen die vier, die beiden mit ihren besten Freunden, dieser Sache auf den Grund zu gehen und das hat mir nicht so gut gefallen. Es kam mir irgendwie kindisch vor. Sie nahmen sich Dinge vor, wie sie diesen Angreifer fassen können, die einfach nicht passten.

Auch war Yuna vorher so hin und weg von Yoshi und auf einmal war diese Anziehung weg und am Ende dann wieder da. Ich glaube, dass das nicht so beabsichtigt war, aber für mich rückte das ganze sehr stark in den Hintergrund. Irgendwie verständlich, denn sie kann ja nichts mit einemMinderjährigen anfangen, aber die Anziehung kann nicht von einem auf den anderen Moment verschwinden.

Auszusetzen habe ich hier insgesamt eigentlich nur, dass die Pläne der vier nicht nachvollziehbar waren. Ich will ja nicht spoilern, aber der Angreifer wird sie sicher nicht auf einen belebten Platz mitten in der Stadt vorm Eingang einer Firma angreifen bzw. umbringen…

Mir gefielen die Rückblicke, die man als Leser ein paar Mal miterleben durfte. In gewissen Situationen sah sie Bilder aus ihren früheren Leben und kannte sich sehr gut mit zum Beispiel der Ehre der Samurai aus.

 

3. Kriterium: Die Charaktere.

WeltentaucherDie Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vor allem Yuna und Yoshi waren liebevoll aufgebaut. Die beiden besten Freunde empfand ich als zu kindisch für ihr Alter. Natürlich, was sich liebt das neckt sich, aber ich fand es einfach zu viel. Das ist aber Geschmackssache.

Gefallen haben mir die Nebencharaktere, wie zum Beispiel der Geschichtsprofessor. Er hatte nur einen kleinen Auftritt, welchen ich aber gut gestaltet fand.

Yoshi ist ja 17 und Yuna ist 29. Ich finde, die Autorin hätte den Abstand etwas geringer halten sollen, denn es ist wirklich zu viel. Yoshis Alter finde ich gut, aber Yuna hätte ich mir dann so um die 24 gewünscht. Ich finde das sonst zu krass…

 

4. Kriterium: Die Spannung, bzw. ob das Buch mich gefesselt hat.

WeltentaucherDie Spannung war eigentlich immer da, denn ich wollte wissen wie es weitergeht. Zwischendurch, wenn es Kämpfe gab war ich sogar sehr an das Buch gefesselt.

Hin und wieder gab es jedoch Momente, wo ich mir dachte: es tut sich ja gar nichts, bzw. es wird ewig um den heißen Brei herum geschrieben. Dazu gehe ich aber im 5. Kriterium näher ein.

 

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.

halber WeltentaucherHier habe ich leider einiges zu meckern. Die Schreibweise an sich gefiel mir sehr gut, vor allem der Anfang des Buches ist sehr gut geschrieben und auch die Rückblicke in die vergangene Zeit.

Nicht gefallen hat mir, wie oben schon erwähnt, dass zu viel um den heißen Brei herum geschrieben wurde. Beispielsweise als sie den Professor aufgesucht haben. Da hatte ich das Gefühl, dass die Zeit still steht, bis er dann endlich zu erzählen begann. Sie redeten immer nur darum, er soll ihnen doch endlich was erzählen, und das auf meinem Reader einige Seiten lang.Bis er ihnen dann was erzählte, war für mich eine Ewigkeit vergangen. Das fand ich schade, denn solche Situationen waren noch zwei im Buch.

Auch nicht gefallen hat mir das kindliche der beiden Freunde, die sich immer mit solchen Manga Figuren (ich hoffe, das ist die richtige Bezeichnung, kenne mich da nicht so aus) verglichen. Zum Beispiel Saloir moon (die kenn ich noch aus dem Fernsehen ;) ). Mir gefallen solche Vergleiche in Büchern sowieso nicht so gut, genauso wenig, wie wenn es im Buch eine musikalische Untermauerung gibt. Hier wurde es einfach für meinen Geschmack zu oft erwähnt.

Auch gefiel mir nicht, dass man IMMER WIEDER darauf hingewiesen wurde, wie unreif, jung und kindisch Yoshi doch ist, obwohl er sich amreifsten verhalten hatte. Natürlich ist er jung und es liegt eine große Zeitspanne zwischen den beiden, aber Yuna sprach in gewissen Situationen darüber, bzw. kam sie in nicht geeigneten Situationen drauf, sie muss ihm jetzt sagen dass er so unreif ist, obwohl er nichts getan hat. Das konnte ich nicht nachvollziehen.

Das Buch lies sich sehr schnell lesen und ich flog nur so über die Seiten, obwohl ich hier einiges zu meckern hatte. ;) Ich muss hier jedoch auch erwähnen, dass vielen diese Dinge wahrscheinlich nicht stören, bzw. gar nicht auffallen werden. Da ich so viele Bücher lese, fallen mir aber genau solche Dinge auf…

 

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Das Buch hat mir als Ganzes betrachtet sehr gut gefallen, denn ich hab noch nie ein Buch, das in Japan spielt gelesen. Das fand ich cool. ;) Auch gab es ja ein Happy End, mit einem Cliffhanger, der mich wahnsinnig werden ließ.Das hat die Autorin wirklich sehr gut hinbekommen und wirklich neugierig auf Band 2 gemacht! Und seht euch vor allem dieses Cover an! Ich finde es fantastisch!

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3 Kommentare zu „Rezension: Geliebter Samurai

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