Rezension: Der Ruf des Henkers


Schaut euch mal dieses wundervolle Cover an!

Und? Begeistert? ;)

Wenn ja, dann lest euch unbedingt den Klappentext durch:

 

England, Mitte des 19. Jahrhunderts
Unfreiwillig gerät Richard Winters in die Hände des berüchtigsten Henkers von ganz England. An der Seite von William Calcraft führt er fortan das finstere Leben eines Henkerslehrlings, auf Schritt und Tritt begleitet von Tod, Galgen und Raben. Rasch merkt er, dass sein strenger Meister ein Geheimnis verbirgt, das seine Welt für immer aus den Angeln heben wird. Richard muss beweisen, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist. Doch als er in London ausgerechnet seine große Liebe wiedertrifft, steht urplötzlich noch viel mehr auf dem Spiel …

 

Denkt ihr euch jetzt folgendes:

Spannend! Aufregend! Mal was ganz anderes! Eine Henker Geschichte, krass!

Dann solltet ihr das Buch unbedingt lesen, denn es ist eine Fantasie Geschichte, die in eine ganz andere Richtung geht. Sie ist düster, voller merkwürdiger Wesen und geht vor allem unter die Haut. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise nach England. Eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert, in der London alles andere als bombastisch war. Es war grausam und es stinkt! Ich kann euch versprechen, ihr habt diese abartigen Gerüche in euren Nasen wenn ihr liest, und seht diese Kreaturen ganz genau vor euch.

Das Buch ist Gänsehaut Feeling pur. Keine Angst, so gruselig ist es jetzt auch wieder nicht nicht, wie ihr jetzt vielleicht denkt. Es ist halt einfach….fantastisch!

 

Autor: Björn Springorum
Originaltitel: Der Ruf des Henkers
Seitenanzahl: 352
Preis Taschenbuch: 14,99€

Verlag: Thienemann-Esslinger

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Vielen Dank an den Verlag, für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

 

1. Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherIch schwärme für diese Idee. In den Alltag eines Henkers einzutauchen, das hat schon was. Vor allem wusste ich vorher nicht, dass Hinrichtungen solche Menschenmassen angelockt haben. Ich wurde also auch geschichtlich versorgt. ;)

Der Autor hat genau die richtige Dosis Fantasie dazu gewählt. Es gab der Geschichte einen mystischen Hintergrund und stelle die Idee auf eine ganz neue Ebene. Realität vermischt mit scheußlichen Kreaturen die versteckt unter uns leben. (Keine Angst, ich verrate nicht zu viel! ;) ).

Der Henker William Calcraft wurde auch nicht erfunden. Ihn gab es wirklich und er hat insgesamt circa 450 Menschen hingerichtet. Der Autor hat sich also eine reale Figur hergenommen, und diese auf den Seiten tanzen lassen. Wirklich sehr gut gemacht!

Der erfundene Lehrling Richard lässt die Geschichte dann richtig aufblühen. Ein Junge, der nicht nur mutig und verliebt ist, sondern auch schlau und gerissen.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

WeltentaucherMan taucht in drei Sichtweisen ein: William Calcraft, Richard Winters und Rose (Tagebucheinträge). Es wechselt nicht immer von Kapitel zu Kapitel,sondern man bleibt als Leser auch länger auf Richards Seite.

Die Kapitel von Richard sind am längsten, weil es ja auch hauptsächlich um den Lehrling des Henkers geht. In den wichtigsten Passagen, wechselt man dann zu einem anderen Charakter. Also genau dann, wenn man sich als Leser denkt: „Ich würde gerne wissen, was der andere jetzt denkt!“. Das Buch hat irgendwie genau das gemacht, was ich mir gewünscht habe. Das kam so noch nie vor. ;)

Es gab von Anfang an viele Geheimnisse, die teilweise erst am Schluss aufgelöst wurden. Es wurde sehr lange hinausgezögert, was mir sehr gut gefallen hat.

 

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3. Kriterium: Die Charaktere.

WeltentaucherDie Charaktere muss ich wirklich in den Himmel loben, ich kann es nicht anders beschreiben. Sie sind so wunderbar ausgearbeitet und man verliebt sich in jede Figur.

Der Henker war für mich ein weiser Mann, der schon viel gesehen und erlebt hat. Ich sah ihn nicht als Mörder, sondern als jemanden, der einfach nur seinen Job erledigt. Egal wie grausam dieser ist.

Auch habe ich Richard lieb gewonnen. Er macht Fehler, was ihn sehr menschlich wirken ließ, und die Geschichte deswegen realer wurde. Er ist in der Geschichte der Verliebte, der teilweise auch „blind vor Liebe“ ist. Ich war hin und wieder am verzweifeln und wollte ihm zurufen, dass er die Augen aufmachen soll. Aber ich konnte ihn auch verstehen…

Sehr gefallen haben mir auch die Nebencharaktere. Davon gab es einige, die man auf gute Weise oder schlechte Weise toll fand.

Jeder Charakter war sehr detailliert beschrieben, weswegen ich eine genau Vorstellung von ihnen hatte. Das fand ich in diesem Buch perfekt! Denn nur so bekam man ein 19. Jahrhundert Feeling, mit dreckigen und zerrissenen Klamotten.

 

4. Kriterium: Die Spannung, bzw. ob das Buch mich gefesselt hat.

WeltentaucherDas Buch war wirklich sehr spannend, eigentlich rund um die Uhr…ähm… Seiten. ;)

Ein Ereignis wechselte das nächste ab und ließ mich tiefer in diese Welt eintauchen. Auch bereitete das Buch mir Gänsehaut. Es hat mich zwischendurch so sehr gepackt das ich von der Coach aufgesprungen bin und in der Wohnung rumrannte: „Das kann nicht sein, das kann nicht sein, das….“.

Ihr kennt solche Situationen sicher auch, wenn nicht, lest das Buch. ;)

So circa ab der Mitte der Geschichte habe ich einige Dinge schon geahnt. Es ging in eine gewisse Richtung und ich glaubte, die Geheimnisse schon ein bisschen gelüftet zu haben. Am Schluss war es dann tatsächlich so, was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Normalerweise bin ich dann oft enttäuscht, weil ich mehr erwartet habe. Hier hat es aber, wie oben schon erwähnt, genau das gemacht, was ich mir gewünscht habe. Ich wollte, dass es so ist. Also überhaupt kein Problem, wenn man ein bisschen hinter die Kulissen blickt.

Ich hab das Buch auf jeden Fall sehr schnell ausgelesen, weil es mich so gefesselt hat, also hat es in diesem Kriterium auf alle Fälle einen ganzen Weltentaucher verdient!

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.

WeltentaucherAuch hier gibt es nichts zu meckern, sondern nur gutes zu berichten. Das Buch ist wirklich sehr hochwertig geschrieben. Keine einfachen Sätze, die man so nebenbei liest, sondern man muss sich schon drauf einlassen.

Ich flog ich nur so über die Seiten. Es war wahnsinnig flüssig zu lesen und wirklich sehr packend und mitreißend.

 

 

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Mir hat das Buch wahnsinnig gut gefallen und ich werde es auf jeden Fall wieder lesen. Die Idee, den Henker und seinen Lehrling auf Schritt und Tritt zu folgen finde ich einmalig und fantastisch. Und nein, ich übertreibe nicht! Es bekommt einen Ehrenplatz im Regal! Es hat 5 von 5 Weltentaucher verdient!

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4 Kommentare zu „Rezension: Der Ruf des Henkers

    1. Naja mit ein bisschen „geknirsche“ wenn das Genick bricht muss man schon rechnen. ;)
      Ist aber ansonsten nicht so brutal wies klingt. Es geht ja auch um Liebe. ;)
      Kann dich aber vollkommen verstehen. ;)
      Herzliche Grüße!

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