Rezension: Drachensichel


Band 2 der Drachensaga von C.M. Hafen geht weiter. Als Leser konnte man neue Teile von Leotrim eintauchen, sowie weitere Geheimnisse aufdecken. Neue Charaktere wandern ins Rampenlicht und werden vorgestellt, und andere tauchen eher ins Geheimnisvolle ab. Ein Ereignis, das den kleinen Ambro und seinen Bruder vor eine schwere Entscheidung stellt, und ihr bisheriges Leben komplett umkrempelt. Mit dabei: immer die liebevollen Drachen. Aber eins muss ich sagen: Menschen können wirklich brutal sein…

 

Und auch hier wieder für alle: Keine Schlachten, keine blutrünstigen Drachen oder zu aggressives Verhalten. Es wird liebevoll mit diesen Kreaturen umgegangen! Es geht um Drachen die im Einklang mit den Menschen leben. Drachen, die die Menschen respektieren mit ihnen leben und mit ihnen auf einer gewissen Ebene verbunden sind. Brüder, wie ich sie noch nicht kennen lernen durfte. Eine unbekannte Welt wartet auf den Leser, mit einem brüderlichen Abenteuer. Es geht um Liebe, Frieden und Familie.

 

Autor: C.M. Hafen
Originaltitel: Drachensichel
Seitenanzahl: 244
Preis Taschenbuch: 9,99€

Verlag: O’Connell Press

 

 

 

 

Kurz zum Inhalt:

»Alles Leben beginnt im Wasser …«, flüsterte Dakota.
Der Drache ergänzte: »… und endet im Feuer.«

Dakota lebt wohlbehütet bei der Chronistin als ihr Mündel. Dies ändert sich an dem Tag ihres sechzehnten Geburtstags. Sie muss losziehen, um endlich hinter die Geheimnisse ihrer eigenen Herkunft zu kommen und spielt dabei manches Mal mit dem Feuer.

Gleichzeitig finden auch Ambro und sein Drache Norwin immer mehr Antworten auf die Fragen ihres Lebens – nicht alle davon sind leicht zu ertragen. Und doch ergeben sie – einem Puzzle gleich – nach und nach einen tieferen Sinn.

Im zweiten Band der Trilogie laufen bereits mehrere Fäden der aus »Drachenbrüder« bekannten Geschehnisse zusammen, die Protagonisten befinden sich weiter auf dem Weg, sich selbst und Leotrim mit all seinen Bewohnern besser kennenzulernen. Manch eine überraschende Wendung lässt den Leser klopfenden Herzens weiterblättern.

Eine wunderbare, bewegende All-Age–Fantasygeschichte!!!!!

 

1. Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherDie Idee finde ich wirklich schön. Ja, schön trifft es wohl am besten. Das Land, dass die Autorin geschaffen hat, ist sehr einladend und hat viele skurrile Geheimnisse. Von einem laufenden Haus bis hin zu dem giftigen Meer ist alles mit dabei. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen und das Buch lief wie in Film vor meinem inneren Auge ab. Dass jedes Kind einen Drachenbruder bzw. eine Drachenschwester bekommt, war ja in Band 1 das Hauptthema. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Reise von Ambro und Norwin, wie sie ihre Familie wiederfinden. Dazu kommt noch die geheimnisvolle Dakota. Die Idee, wie das ganze verwoben ist, finde ich wahnsinnig gut. Mir kommt das Buch wie ein Zahnrad vor, dass sich stetig weiter in eine bestimmte Richtung bewegt. Und auf diesen Ausgang, dieses Ende, bin ich sehr gespannt!

Natürlich geht es auch um das Zusammenleben von Drachen und Menschen. Auf eine liebevolle und fürsorgliche Art und Weise, schaffen es diese beiden Spezies sich aufeinander einzustellen. Hier bekommt der Leser aber auch Einblicke auf die Dunklen Seiten von Leotrim, was die ganze Geschichte noch realer wirken ließ.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

halber WeltentaucherAls Leser bekommt man die Geschichte von mehreren Sichten erzählt. So macht man auch einige Ortssprünge, weil diese verschiedenen Personen weit voneinander entfernt sind. Das war aber überhaupt kein Problem, weil jede Geschichte an sich ein anderes Ziel verfolgt.

Hin und wieder fand ich, dass dem Buch ein bisschen die Luft ausging. Es wurde auf sehr viele Nebenhandlungen eingegangen und kurze Geschichten erzählt, wenn zum Beispiel eine neue Person aufgetaucht ist. Diese wurde sozusagen in ein paar Seiten näher dargestellt. Grundsätzlich gefiel mir das wirklich sehr gut, weil man so diese Personen näher kennenlernen durfte und ihre weiteren Handlungen besser verstand. Auch waren es gute Ideen, ohne die das Buch viel Schönes verloren hätte.

Andererseits wurde meiner Meinung nach die Haupthandlung teilweise fallengelassen. Mir kam vor, dass sich nichts neues ereignetet. So blieb auch die Spannung weg.

Also Nebenhandlungen an sich top, jedoch die Haupthandlung ein bisschen aus den Augen verloren. So ab der Hälfte des Buches war diese wieder voll da, gefolgt von der Spannung.

 

3. Kriterium: Die Charaktere.

WeltentaucherDer Leser kann die Entwicklung von den Charakteren beobachten, sowie viele neue kennen lernen. Außerdem treten andere ins Rampenlicht, die schon in Band 1 vorgestellt wurden. Beispielsweise die geheimnisvolle Dakota, geht hier ihren Wurzeln nach. Anfangs war mir Dakota nicht sympathisch. Ich kann aber nicht sagen warum, ich konnte mich mit ihr einfach nicht anfreunden. Mit der Zeit, als ich sie dann näher kennen lernte, bin ich ein Fan von ihr geworden.

Auch diese vielen Nebencharaktere sind einzigartig. Jeder von ihnen hat einen eigenen Charakter, den ich sehr genau erkennen konnte. Für mich ist das sehr wichtig, denn nur mit gut ausgebauten Nebencharakteren ist die Geschichte gut. Wenn ich sogar ein laufendes Haus klasse finde und mir darum Sorgen mache, hat es die Autorin wirklich geschafft!

 

4. Kriterium: Die Spannung, bzw. ob das Buch mich gefesselt hat.

halber WeltentaucherDie Spannung ist, wie oben schon erwähnt, für mich leider oft nicht da gewesen. Zwischendurch gab es Momente, wo ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte, weil mich das Buch so gefesselt hat. Dann nahm sie wieder ab.

Die Autorin hat mir gesagt, dass sie die Spannung bewusst so gelenkt hat, was ich ihr sofort abkaufe, denn beide Bücher wirken durchplant und haben ein gemeinsames Ziel. Und sie hat in diesen Momenten wirklich sehr viel Spannung erzeugt.

Ich hätte mir nur mehr gewünscht, denn die Geschichte hätte es zu gelassen. Bin gespannt auf Band 3, denn ich glaube hier werden viele Sachen passieren, die Autorin hat schon so was angedeutet! ;)

 

5. Kriterium: Die Schreibweise.

WeltentaucherWie auch schon im vorherigen Buch fand ich die Schreibweise toll. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen. Zwischendurch hat sich der Schreibstil meiner Meinung nach sogar noch gesteigert, weil die Autorin die spanenden Momente sehr gut beschrieb. Sie ging hier sehr ins Detail, um den Leser daran zu fesseln. Das hat sie geschafft. Auch diese vielen Nebengeschichten haben finde ich etwas märchenhaftes an sich. Das gefiel mir sehr gut.

 

 

 

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Das Buch bekommt von mir insgesamt 4 Weltentaucher. Es hat mir insgesamt wirklich sehr gut gefallen, und mich neugierig auf Band 3 gemacht. Mir gefällt diese besondere Welt „Leotrim“ so gut, dass ich mehr kennenlernen möchte. Es gibt noch so viel Unentdecktes: was befindet sich zum Beispiel hinter den Bergen und gibt es tatsächlich noch einen Chronisten? Fragen, auf die ich eine Antwort lesen möchte. :D

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4 Kommentare zu „Rezension: Drachensichel

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