Rezension: Mondblond


Sonne, Mond und Sterne. Die hellen Seiten des Lebens, die Taten im geisterhaften Licht und die nächtlichen Abenteuer. Ein Buch, dass mit einer geisterhaften, mondblonden Tat beginnt, über viele Freuden des Lebens stoßt und mit nächtlichen Abenteuern unterschiedlicher Art endet. Vielseitig, charmant, spannend, gruselig sowie rätselhaft. Diese Eigenschaften beschrieben „Mondblond“ von Lars Winter am besten.

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Ich muss hier noch unbedingt etwas anmerken! Die Qualität des Buches ist wirklich wahnsinnig hoch! Als ich es in die Hand nahm war ich begeistert. Es ist sehr, sehr schwer, weil die Seiten sehr dick sind und der Hardcovereinband qualitativ sehr robust und stabil. Die Seiten sind so weich, wie ich es noch nie gespürt habe. Man streicht mit den Fingern darüber und es greift sich sooo gut an. So schön glatt und weich. Auch möchte ich auf die Zeichnungen im Buch hinweisen. Sie halten die wichtigsten Momente der Geschichte fest und machen das ganze noch realistischer.

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Man kann sich beim Verlag eine limitierte Auflage des Buches bestellen. Dann bekommt mein ein Buch mit einer Zeichnung des Autors persönlich auf der ersten Seite. Das finde ich toll!

 

Kurz zum Inhalt:

Nur wenige Stunden nach der Beerdigung des Architekten Arthur Norden findet man die Leiche einer jungen Frau. Wer war die geheimnisvolle Schöne mit dem mondblonden Haar, die keiner der Trauergäste zu kennen scheint? Wenige Tage später wird auf dem Pfarrhausgelände die Gemeindesekretärin ermordet. Zusammen mit dem außergewöhnlich weltlichen Pfarrer Klinger macht sich Ulf Norden, Künstler und Dozent an einer LKA-Akademie, auf die Suche nach den Zusammenhängen und dem dunklen Geheimnis, das beide Fälle miteinander verbindet. Eine Spur führt die beiden nach Sizilien und zu einem düsteren Familiengeheimnis. Die Sünden der Väter holen sie ein – und weitere auf den ersten Blick abstrakt und sinnlos erscheinende Morde können nicht verhindert werden. Erst spät erkennen sie die Wahrheit hinter der Wahrheit …

 

1. Kriterium: Die Idee des Buches.

WeltentaucherEine wirklich durchdachte Idee mit vielen Geheimnissen und plötzlichen Wendungen. Eine Familiengeschichte, die einen größeren Hintergrund hat, wie man sich am Anfang vielleicht denkt. Dann dieser eigenartige Künstler, der dem ganzen selbst auf die Spur geht. Das fand ich besonders gut, weil er es auf seine eigenen Art und Weise angeht. Mit Zeichnungen hält er seine Gedanken auf eine schöne sowie traurige Art fest. Mir gefällt auch der Bezug zu Italien! Die Geschichte spielt sozusagen auf zwei verschiedenen Orten, was das ganze noch besser macht.

 

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

WeltentaucherDieser Kriminalroman ist sehr gut durchdacht und lässt erst am Ende die Wahrheit durchscheinen.Was ja für einen ausgezeichneten Krimi spricht. Trotzdem hatte ich immer meine Vermutungen, und konnte dem Pfarrer nie wirklich trauen. Er war für mich diese Person, die immer dabei ist und immer als freundlich und nett erscheint, sich dann aber als das wahre Monster herausstellt… Vielleicht hatte er ja doch was mit der Familiengeschichte zu tun? Ich verrate da nichts. ;)

Das Buch ist aufgebaut auf eine komplizierte Familiengeschichte mit Geheimnissen, die außergewöhnlicher nicht sein können. Man erfährt immer mehr von der wirren Vergangenheit und erkennt so langsam die Zusammenhänge.

Man bekommt die Ermittlungen nicht nur aus der Sicht von Norden beschrieben, sondern kann auch den Pfarrer in einigen Momenten über die Schulter blicken.

 

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3. Kriterium: Die Charaktere.

WeltentaucherDie Charaktere waren für mich wirklich sehr außergewöhnlich! Man hat auf der einen Seite diesen Künstler Norden mit seinen Eigenarten und auf der anderen seinen angehenden Freund und Begleiter der Herr Pfarrer. Dieser evangelische Pfarrer ist aber anders wie man sich einen Pfarrer vorstellt. Aber irgendwie auch wie jeder andere. Hab ich euch verwirrt? Gut so! ;) Der geistliche Mann liebt Alkohol und teure Autos. Außerdem hat er ein nicht so engstirnige Sicht was die Kirche betrifft. Das ist so erfrischend und aufregend, dass es der Geschichte so richtig den Schwung gibt. Ein ungewöhnliches „Ermittlerpärchen“ wie ich es so noch nicht kennenlernen durfte. Mit viel Charme und Witz aber auch ernsten Gesprächen, ist das Buch auch ein soziales Abenteuer.

Der Krimi hat in diesem Kriterium alleine schon 5 Weltentaucher verdient!

 

4. Kriterium: Die Spannung, bzw. ob das Buch mich gefesselt hat.

WeltentaucherJa, mich hat das Buch sehr gefesselt. Mir gefiel die Herangehensweise an den Mordfall, sowie die überraschenden Wendungen und Ereignisse. Man bekam nur wenige Verschnaufspausen. Es gab im Buch eine Stelle, bzw. ein paar Kapitel, die das Buch für mich ein bisschen in die Länge gezogen haben. Nordens Zeit in Italien. Da ging es meiner Meinung nach zu viel ums Essen. Als ich mir dachte, jetzt muss aber wieder was passieren, passierte auch was. ;) Habe hier trotzdem 1 ganzen Weltentaucher vergeben, weil es auch irgendwie erfrischend war, die Familie in Italien kennen zulernen.

 

5. Kriterium: Die Schreibweise

WeltentaucherEs ging nur so dahin! Der Schreibstil des Autors ist qualitativ sehr hoch und anspruchsvoll. Es ließ sich ein unglaublich guter Lesefluss aufbauen. Ich flog nur so über die Seiten, weil ich die Sätze so schön formuliert fand. Ihr kennt das sicher alle, wenn es nur so dahin geht. ;)

 

 

 

 

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Das Buch bekommt von mir ganze 5 Weltentaucher, also die volle Punktzahl. Mir hat dieser Krimi wirklich viel Spaß gemacht und ich kann ihn sehr weiterempfehlen! Und was hab ich da entdeckt: Lars Winters zweiter Krimi ist bereits erschienen. Seht mal vorbei!

Hier könnt ihr euch das Buch gleich bestellen!

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Ein Kommentar zu „Rezension: Mondblond

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