Rezension: Affenbruder


  • Autor: Kenneth Oppel
  • Preis: 17,95€ bei amazon
  • Gebundene Ausgabe: 439 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg

Die menschliche Neugierde bringt uns dazu, Dinge zu tun, die wir im Nachhinein als falsch ansehen. Das Buch „Affenbruder“ handelt von solchen Dingen. Es gibt dem Leser tiefe Einblicke in ein Experiment, das interessant, sowie fragwürdig ist. Tierversuche allgemein sind auch ein großes Thema.

Kurz zum Inhalt:
Ben bekommt einen kleinen Bruder. Ein Schimpanse mit dem Namen Zan. Bens Vater möchte dieses Tier wie einen Mensch aufziehen und ihm die Zeichensprache beibringen. Sehr detailliert erfährt man die negativen und positiven Seiten dieses Experiments aus Bens Sicht. Als das Projekt das scheitert kämpft die Familie um die Rettung des kleinen Schimpansen.

Der Inhalt hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und mich überhaupt nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es war besser als erwartet. Das die Geschichte aus Bens Perspektive erzählt wird ist sehr interessant, denn so sieht man, wie ein Jugendlicher mit diesem Thema umgeht. Es wird auch sehr genau auf Bens Privatleben sowie sein soziales Leben eingegangen. Man bekommt mit, wie die anderen Jugendlichen in der Schule auf dieses Projekt reagieren. Ihre Meinung und wie sie Ben behandeln.

Die Personen sind sehr schön dargestellt. Den Charakter jeder Person ist interessant und man kann schon ein bisschen vorhersagen, wie sie reagieren. Das ist in keiner Weise schlecht, denn so kann man sich mehr in sie hineinversetzten. Am besten gelang mir das bei Ben und seiner Mutter. Die beiden waren mir von Anfang an sympathisch und ich mochte, wie sie auf bestimmte Situationen reagierten.

Zan wird sehr gut beschrieben. Man lernt den kleinen Kerl lieben und würde ihm gerne in extremen Situationen behilflich sein. Ich weinte mit Ben über das Schicksal das ihm bevorstand und ich war glücklich, als es doch nicht eintraf.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn die Sätze waren sehr flüssig. Auch gefielen mir die Einblicke ins Projekt. Man konnte mit verfolgen wie Zan lernt und welche Fortschritte er macht. Ich war immer total glücklich als er wieder ein neues Wort konnte und wollte mehr erfahren.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch. Meiner Meinung nach hätte man noch mehr auf Zans Lernvorgang eingehen können. Es war einfach richtig spannend und ich wollte jeden Erfolg mitbekommen. Deswegen ziehe ich aber keinen Stern ab, da das Buch auch so fantastisch war!

Auch werde ich das Buch weiterempfehlen, weil das Thema „Tierversuche“ immer ein sehr großes Thema ist. Wir wissen gar nicht, was alles mit diesen armen Tieren in speziellen Einrichtungen passiert! Tierquälerei ist für mich eines der schlimmsten Verbrechen, die ein Mensch begehen kann und das sollte verhindert werden!

Wir sollten Tiere nicht vermenschlichen und ihnen die Sprache beibringen oder sie in witzige Kostüme stecken, sondern wir sollten sie gleichberechtigt mit dem Menschen ansehen.
Und genau diesen Punkt spricht das Buch an. Tiere sollten Tiere bleiben und ihr Leben genießen können. Das sollte niemals von einem Menschen verhindert werden!

Das Buch bringt einem zum Nachdenken und sollte vielleicht in der Schule gelesen werden. Nur wir die nächste Generation können etwas ändern!

Ein fantastisches Buch!

Advertisements

Willst du etwas dazu sagen?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s