Rezension: Rentiere – Ein weihnachtliches Märchen


5 Herzen

Ich habe noch kein Buch von Pia Hepke gelesen und war dadurch sehr gespannt auf dieses Märchen. Ich erwartete mir winterliche Stimmung und besinnliche Lesestunden in der Weihnachtszeit. Meine Erwartungen wurden wunderbar erfüllt und durch die einzigartigen Charaktere noch übertroffen. Ein Roman der einem in die Welt der Rentiere eintauchen und einfach mal vom Alltag abschalten lässt.

Kurz zum Inhalt:Die Geschichte handelt von den beiden Rentieren Aku und Sulo. Die beiden Brüder träumen schon lange davon, den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen zu können. Als ihr Traum endlich wahr wird, kommt es anders als erwartet. Die Brüder müssen sich alleine durchschlagen….
Ich finde das Cover wirklich sehr schön gestaltet. Es hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, weil es einfach so lebhaft und bunt (obwohl es wenig Farben sind) ausgesehen hat. Es sticht einfach ins Auge und ich habe mir das Buch sofort auf den Wunschzettel gesetzt.
Mir gefiel die Idee der Geschichte von Anfang an. Es ist einmal eine andere Herangehensweise auf Weihnachten und dadurch gleich viel aufregender. Außerdem wird das Märchen aus der Sicht der Rentiere erzählt, was ich so noch nicht kannte. Es wird von ihren Höhen und Tiefen berichtet, die sie gemeinsam als Brüder und mit ihren Freuden durchstehen. Das Wunder der Weihnacht spielt auch in diesem Buch bis zum Ende eine Rolle. Da möchte ich aber nicht zu viel verraten! ;)
Der Schreibstil hat mir auch sehr zugesagt. Es waren angenehme Sätze, die einen nicht verwirren. Der Lesefluss wird nicht gestört und man kann sich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Dadurch ist das Buch auch gut für Kinder geeignet, aber eher zum vorlesen!
Es wird auch sehr genau auf die Umgebung eingegangen, wodurch ein schönes Bild erzeugt wird. Man hat die ganze Zeit eine genaue Vorstellung wie alles aussieht.Der Leser bekommt auch einen schönen Einblick in die Gedanken der Brüder und in ihre Gefühle. Dadurch wirkt die Geschichte viel lebendiger und realer.
Auch sind zwischendurch Redewendungen auf Rentiere umgeändert worden. Das gefiel mir besonders gut, weil man sich dadurch mit ihnen mehr identifizieren konnte.Es sind diese liebevollen Kleinigkeiten, die die Geschichte besonders machen. Man merkt als Leser einfach, dass mit viel Liebe das Buch aufgebaut und sehr auf Einzelheiten geachtet wurde.
Die Namen kommen zum Beispiel aus dem finnischen, was mir sehr gefällt. Es sind Namen, die man sich merkt, da sie einfach sind, aber trotzdem besonders. Bzw. hat jeder Name eine Bedeutung.

Die Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie haben sich sehr voneinander unterschieden und waren auf ihre eigene Art liebenswert. Die einzelnen Charaktereigenschaften wurden schön hervorgehoben und tragen sehr zur Geschichte bei. Durch die zwei Zeichnungen im Buch konnte ich mir die Rentiere und die Nandolfs noch besser vorstellen.
Zur Spannung: diese hat zwischendurch einen kleinen Durchhänger gehabt, da die Erzählperson gewechselt wurde. Das heißt von Aku auf Sulo. Kurze Zeit war ich nicht mehr ganz in der Geschichte drinnen, was aber nach ein paar Seiten auch wieder vorbei war. Dann war ich froh, auch Sulos Sicht und Geschichte kennen zu lernen.
Das Ende des Buches regt dem Leser auch noch mal zum Nachdenken an. Man kann selbst entscheiden, wie man das Märchen auffassen möchte und an wie viel Wunder man glaubt. Ich glaube an Wunder und habe die Geschichte am Ende dadurch mit anderen Augen gesehen.
Eine fantastische Geschichte, die mir die Weihnachtszeit versüßt hat. Ich kann es wirklich sehr empfehlen. Das Hardcover werde ich mir sicher noch bestellen. ;)
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Ein Kommentar zu „Rezension: Rentiere – Ein weihnachtliches Märchen

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